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Achim Rix-Den Stift im Griff
Dies ist ein Konzept, welches auf die systematische Vermittlung der Graphomotorik setzt. Anhand der Diagnostik mit dem Kieler graphomotorischen Bogen (KgB), der aus 16 Aufgaben besteht, kann die graphomotorische Kompetenz individuell bestimmt werden.
In dem Konzept ist nachgewiesen, das Zahlen und Buchstaben aus bestimmten Strichkombinationen bestehen. Diese werden je nach Stand des Klienten mit den dazugehörigen Arbeitsbögen geübt.

ADHS/ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität)
Menschen mit AD(H)S können Umweltreize nicht angemessen wahrnehmen, verarbeiten oder filtern, was zu körperlichen, kognitiven und emotionalen Störungen führen und auch die soziale Ebene sowie die Handlungskompetenz betreffen kann. Bei betroffenen Kindern oder Erwachsenen orientiert sich die ergotherapeutische Behandlung an den Ressourcen der Person und stellt Ihre Handlungskompetenz in den Vordergrund. Die wertschätzende Grundhaltung ist sehr wichtig für die therapeutische Beziehung. Die Behandlung ist am Alltag orientiert und setzt sich konkrete Ziele, die durch konkrete Maßnahmen verfolgt werden. Die Bezugspersonen werden in die Therapie, wenn möglich, mit einbezogen. Die Ziele der Behandlung sind: Verbesserung der Alltagsbewältigung, Ausdauer, Geschicklichkeit, Handlungsplanung und -durchführung, des situationsgerechten Verhaltens und des Selbstmanagements. Die Leitsymptome Aufmerksamkeitsstörung, Impulsstörung und motorische Überaktivität werden in den Auswirkungen auf den Alltag erfasst. Dazu gibt es verschiedene Testverfahren und Assesments (Bsp.: TEACH, DLKG/E, TPK, Fragebögen, verschiedene Entwicklungstests u.a.). Grundlage der Behandlung ist eine ärztliche und/oder psychiatrische Diagnostik mit entsprechender Verordnung der Ergotherapie. Begleiterscheinungen die ebenfalls in der Ergotherapie mitbehandelt werden, können Störungen der Feinmotorik und Alltagskompetenzen sein. Wir verwenden in der Therapie u.a.: > Alert-Programm > Attentioner-Training > Intra Act Plus-Konzept > Lauth und Schlottke > THOP

ADL/ATL Aktivitäten des täglichen Lebens
Grundbegriffe aus der Gesundheits- und Krankenpflege, die in verschiedenen Assesments zur Klassifizierung der Schwierigkeiten herangezogen werden. Dazu gehören alle Aktivitäten, welche zur Selbstversorgung zählen: - Ruhen und schlafen - Bewegen - Waschen und Kleiden - Essen und Trinken - Ausscheidung - Regulierung der Körpertemperatur - Atmen - Für Sicherheit sorgen - Sich beschäftigen - Kommunizieren - Sinn finden - Sich als Mann oder Frau fühlen Da diese Aktivitäten Grundlage der Selbständigkeit und Teilhabe sind, haben sie im ergotherapeutischen Setting eine wichtige Bedeutung.

Affolter-Konzept
Das Affolter-Konzept kann im neurologisch-pädiatrischen Bereich der ergotherapeutischen Behandlung zum Einsatz kommen, wenn Wahrnehmungsstörungen vorliegen. Es ist eine "geführte Interaktionstherapie", um praktisch und alltagsbezogen zu lernen. Der Therapeut führt die Hände und den Körper des Patienten in Alltagssituationen, um Handlungskompetenz zu erhalten und seine Wahrnehmung zu fördern.

Alert-Programm
Hierbei handelt es sich um ein ergotherapeutisches Behandlungsprogramm, welches vor allem für Grundschulkinder mit AD(H)S konzipiert ist. Dabei lernen die Kinder mit Hilfe eines „Motorenvokabulars“ den eigenen Erregungszustand zu erkennen und dadurch einen angemessenen Wachheitsgrad und eine adäquate Selbstregulation während der Durchführung ihrer (Schul-) Aufgaben aufrecht zu halten. Hierfür erlernen die Kinder entsprechende Strategien.

Alexie
Unfähigkeit Geschriebenes zu lesen oder Gelesenes zu verstehen infolge einer Schädigung um Gehirn.

Alltagstraining
Therapieform zum Erhalt oder Widererwerb der Selbständigkeit im Alltag. Alltagshandlungen werden so geübt, dass es dem Patient ein Höchstmaß an Teilhabe und Selbstbestimmung im Leben ermöglicht. Grundlagen siehe: > ADL/ATL Aktivitäten des täglichen Lebens

Angehörigengespräche
Um die Ziele der betroffenen Person zu erreichen sind Angehörigengespräche häufig sehr wichtig. Dadurch können man das Umfeld an der Behandlung beteiligen und die Person besser unterstützen. Bei Volljährigen ist eine Erlaubnis bzw. die Vorlage der gesetzlichen Betreuungsnachweises erforderlich. > Beratung

Aphasie
Verlust des Sprechvermögens und/oder des Sprachverstehens infolge einer Schädigung des Sprachzentrums im Gehirn.

Apraxie
Angeborener oder erworbener Verlust der zielgerichteten Handlungsfähigkeit, ohne das motorische oder sensorische Defizite erkennbar sind und ohne Beeinträchtigung des Verständnisses oder der Erinnerung zur Bewegungsausführung. Die Störung kann sowohl in der Vorstellung des Bewegungsablaufes, als auch in der Bewegungsplanung liegen. Die Ursache kann in einer Schädigung des zentralen Nervensystems liegen, z.B. bei Schlaganfall, Hirntumor oder einer neurodegenerativen Erkrankung. Die Dyspraxie wäre der erschwerte Ablauf von Handlungen und Bewegungen, welche in motorische (Handlung vorstellbar, Ausführung betroffen) und ideatorische Dyspraxie (Handlung nicht gut vorstellbar) unterteilt wird.

Arbeitsspektrum der Praxis
- Beratung Menschen mit Einschränkungen nach einer Erkrankung, einem Unfall oder durch Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen suchen Hilfe. Deshalb ist die Beratung von Patienten und Angehörigen ein wichtiger Baustein der therapeutischen Intervention. Informationen über die Möglichkeiten der Ergotherapie, ergänzende Maßnahmen und wichtige Kontaktadressen gehören dazu. - Therapie Grundlage hierfür sind Verordnung und Diagnose des Arztes/der Ärztin. Zusätzlich ist das Gespräch mit den Patienten und Angehörigen der Einstieg für die ergotherapeutische Befunderhebung. Es gilt, die Ressourcen und Schwierigkeiten des Patienten gleichermaßen festzustellen. Danach werden gemeinsam Ziele formuliert, die für Patient und Umfeld wichtig sind. Eine individuelle Therapie, die laufend an die Veränderungen angepasst wird folgt. - Prävention Sie dient der Vorbeugung einer Erkrankung oder hemmt deren Verschlechterung. Zum Teil beteiligen sich die Krankenkassen an den Angeboten der Therapeuten. Dazu kann Entspannungstraining, Sturzprophylaxe und anderes zählen. Erkundigen Sie sich nach meinen aktuellen Angeboten. - Klientenzentriertes Arbeiten In der ergotherapeutischen Arbeit werden messbares und zielorientiertes Vorgehen immer wichtiger. Dadurch möchten wir mehr Transparenz und Qualitätssicherung erreichen. Neben Modellen die die Gesprächsführung und gemeinsame Zielführung mit unseren Patienten unterstützen, nutzen wir auch aktuelle Studien, die die Ergebnisse verschiedener Behandlungskonzepte belegen.

Arbeitstherapie
Handlungsfeld der Ergotherapie bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen eingesetzt wird. Sie findet in Institutionen wie Werkstätten für behinderte oder psychisch erkrankten Menschen Anwendung. Sie kann aber auch direkt am Arbeitsplatz stattfinden, zum Beispiel können Ergotherapeuten eine Wiedereingliederung unterstützen. In unserer Praxis helfen wir bei der Vorbereitung zur Wiederaufnahme einer Arbeit oder Tätigkeit und um deren Erhalt. Dabei analysieren wir, die Schwierigkeiten im psychischen, geistigen und körperlichen Bereich gemeinsam und arbeiten möglichst alltagsnah an den Zielen des Betroffenen. > Belastungserprobung

Assesment
Assessments werden zur Befunderhebung sowie zur Überprüfung der Ziele im Therapieverlauf eingesetzt. Dies können u.a. Messinstrumente, Fragebögen oder Selbsteinschätzungsinstrumente sein. Sie liegen einem ergotherapeutischen Modell zugrunde und sind betätigungsorientiert. Der Einsatz solcher Assessments gewährleistet Transparenz gegenüber allen Beteiligten v.a. auch gegenüber Ärzten und Kostenträgern und begründen warum Ergotherapie im Einzelfall als notwendig angesehen wird. In unserer Praxis kommen u.a. das COPM bzw. COPM a-kids und das COSA zum Einsatz. Andere Assesments sind dazu da eine Diagnose zu sichern und damit auch die Verordnung der Therapie zu belegen. Es geht um das konkrete Erkennen und Benennen von Krankheitssymptomen im medizinischen Kontext. Dazu zählen Tests, Fragebögen, Beobachtung, Exploration und Anamneseerhebung. > Diagnostik

Attentioner-Training
Das Attentioner Gruppentraining für 7-14 Jährige ist ein neuropsychologisches und verhaltenstherapeutisches Therapieelement mit dem Ziel, die Aufmerksamkeitsleistung wirksam zu verbessern. Die Kinder und Jugendlichen lernen vor allem, sich auf die jeweils wichtige Information zu konzentrieren und ablenkende unwichtige Umgebungsreize zu ignorieren. Dies wird zum einen durch attraktive Therapiematerialien, zum anderen aber auch durch eine enge Verzahnung von kognitiven und verhaltensbezogenen Trainingsmodulen erreicht. Das Training wird im Gruppenkontext von 4 Kinder und 2 Therapeuten geübt. Inhalte daraus finden Ihre Anwendung auch in der Einzelbehandlung.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung im Kindesalter
Eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) liegt vor, wenn zentrale Prozesse des Hörens gestört sind. Zentrale Prozesse des Hörens ermöglichen die Analyse von Zeit-, Frequenz- und Intensitätsbeziehungen akustischer oder auditiv-sprachlicher Signale, Prozesse der binauralen und der dichotischen Verarbeitung. Es handelt sich dabei um ein Defizit der Informationsverarbeitung, das spezifisch für die auditive Sinnesmodalität ist. Das Ergebnis im Tonschwellenaudiogramm ist dabei unauffällig. (Offizielle Definition der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V.) Das Zusammenspiel der auditiven Wahrnehmung mit anderen neuropsychologischen Leistungen ist eine wichtige Grundlage für kindliche Lernprozesse. Die Diagnostik der auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung kann bei uns angeleitet werden und muss dann von einem Pädaudiologen abgeklärt werden. Die Behandlungsansätze in der Ergotherapie sind: • Förderung der auditiven Merkfähigkeit • Beüben der auditiven Wahrnehmung und der auditiven Verarbeitung • Transfer in den Alltag

Aufmerksamkeit
wird als das selektive Beachten relevanter Reize und Informationen definiert. Sie dient als Wahrnehmungsprozess nur der Auswahl von Reizen. Hierzu gehören die Alertness (allgemeine Wachheit), die visuell-räumliche Orientierung, die fokussierte Aufmerksamkeit, Inhibitionskontrolle und geteilte Aufmerksamkeit. Abgrenzung der Konzentration: Sie wirkt auf die Weiterverarbeitung von Reizen. Sie ist die Fähigkeit schnell und genau zu arbeiten auch unter erschwerten Bedingungen z.B. externe Ablenkung. Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen können das Lernen und das Handeln im Alltag sehr stark beeinträchtigen. Sie kommen bei unterschiedlichen Diagnosen, zum Teil auch als Nebenbefund bei Kindern und Erwachsenen, vor. In der Ergotherapie haben wir die Möglichkeit über verschiedene Tests und Screenings (d2-R, ZVT , Befragungen u.a.) ein gezieltes Training durchzuführen. Unter anderem werden dazu auch computergestützte Verfahren angewandt.

Ausdauer
bezeichnet die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung und die schnelle Regenerationsfähigkeit nach Belastung. Erkrankungen, Behinderungen und Verletzungen können verschiedene Ursachen haben, die die Ausdauer eines Menschen beeinträchtigen. Häufig gehört sie zu den grundlegenden Funktionen die innerhalb der Ergotherapie behandelt werden.

Autismus/Autismus Spektrum Störung
In nahezu allen Bereichen der therapeutischen und pädagogischen Arbeit hat die Autismus-Spektrum-Störung mittlerweile Einzug gehalten und damit ist auch der Bedarf an Umgangs- und Fördermöglichkeiten gestiegen. Für die Diagnose müssen Kriterien aus den Bereichen der „sozialen Kommunikation / Interaktion“ und der „begrenzten, repetitiven Verhaltensweisen, Interessen und Aktivitäten“ seitens der Kindheit erfüllt sein. Unter der Autismus-Spektrum- Störung werden nach DSM-5 folgende Diagnosen zusammengefasst: - frühkindlicher Autismus - Asperger Syndrom - atypischer Autismus - nicht näher bezeichnete tiefgreifende Entwicklungsstörungen Die Grenzen zwischen den verschiedenen Ausprägungen sind fließend von intellektueller Beeinträchtigung bis Hochbegabung. In unserer therapeutischen Arbeit erstellen wir Strukturierungshilfen und Methoden zum Aufbau neuer Verhaltensweisen und Fähigkeiten / Fertigkeiten, wobei die Teilhabe am sozialen Leben und die selbständige Durchführung von Betätigungen im Fokus stehen. Dabei bedienen wir uns an Elementen aus dem TEACCH- Ansatz ( Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children), Marte Meo und der AVT (Autismusspezifische Verhaltens-Therapie).