Infothek
B
Basale Stimulation
Basale Stimulation ist ein Konzept aus der Pädagogik und Pflege, das auch im therapeutischen Kontext zur Anwendung kommt. Es fördert schwer beeinträchtigte Menschen in ihren Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Bewegungsfähigkeiten.
Es greift auf elementare Sinnes- und Kommunikationssysteme zurück, die über sprachliche Verständigung hinausgehen.
Durch Berührungen, Tast- und Spürerfahrungen der Hände und Füße, durch Gerüche, Geschmack, Geräusche oder Ansprechen soll der Patient sich und seine Umwelt wahrnehmen. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz können Emotionen wie Vertrauen und Selbstwahrnehmung aufgebaut und Angst und Verspannungen abgebaut werden.
In der Praxis kommt es zum Teil auch zur Vorbereitung anderer Maßnahmen und zur Verbesserung der Aufmerksamkeit zum Einsatz.
Befunderhebung in der Ergotherapie
Sie ist Teil des ergotherapeutischen Behandlungsprozesses und umfasst die Sammlung und Analyse von Daten. Sie beinhaltet Anamnese, Beobachtungen und den Einsatz von Befunderhebungsinstrumenten.
> Diagnostik
Behandlung
Die Maßnahmen der Ergotherapie dienen der Wiederherstellung, Entwicklung, Verbesserung, Erhaltung oder Kompensation der krankheitsbedingt gestörten motorischen, sensorischen, psychischen und kognitiven Funktionen und Fähigkeiten.
Sie bedienen sich komplexer, aktivierender und handlungsorientierter Methoden und Verfahren, unter Einsatz von adaptiertem Übungsmaterial, funktionellen, spielerischen, handwerklichen und gestalterischen Techniken sowie lebenspraktischen Übungen. Sie umfassen auch Beratungen zur Schul- Arbeitsplatz, Wohnraum und Umfeld Anpassung.
(Quelle: Heilmittelkatalog)
> Hirnleistungstraining/Neuropsychologisch orientierte Behandlungen
> Motorisch-funktionelle Behandlung
> Psychisch-funktionelle Behandlung
> Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
> Thermische Anwendung
Behinderung
Ergotherapie bei Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung
Inhalte:
Motorisch-funktionell:
Muskelkraft, Gelenkbeweglichkeit
Gleichgewicht
Greiffunktion, Feinmotorik, Mundfunktion
Neuropsychologisch/neurophysiologisch:
Wahrnehmungstraining
Konzentration, Ausdauer
Merkfähigkeit, Gedächtnis
Orientierung in Raum und Zeit
Selbständigkeitstraining:
An-Ausziehen, Hygiene
Essen/Trinken, Haushalt
Kommunikation
Fortbewegung
Hilfsmittelberatung -anpassung
Wohnungs- und Umfeldberatung
Kreativ-handwerkliche Tätigkeiten
Spiel
Förderung im sozio-emotionalen Bereich:
Kommunikations-, Kontakt-, Kritikfähigkeit
Abgrenzung, Kooperation
Aktivierung
Bei Jugendlichen und Erwachsenen:
arbeitsrehabilitative Verfahren
Belastungserprobung, Arbeitsplatzadaptation, Arbeitsassistenz
Angehörigenberatung
Prävention (im Sinne von Vorbeugen gegen
Sekundärerscheinungen z.B. Haltungsschäden bei Hypotonus
oder Spastik, kognitiver Abbau durch einseitige Anforderungen)
Belastbarkeit
Physische und psychische Ressourcen, die unter Einwirkung von Stress mobilisiert werden können.
Belastungserprobung
In diesem Kontext kann eine Belastungserprobung stattfinden an der auch wir als Ergotherapeuten uns beratend und unterstützend beteiligen können.
> Arbeitstherapie
Beratung
Menschen mit Einschränkungen nach einer Erkrankung, einem Unfall oder durch Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen suchen Hilfe. Deshalb ist die Beratung von Patienten und Angehörigen ein wichtiger Baustein der therapeutischen Intervention. Informationen über die Möglichkeiten der Ergotherapie, ergänzende Maßnahmen und wichtige Kontaktadressen gehören dazu.
Berichte
Wir sind verpflichtet auf Anforderung der verordnenden Ärzte Therapieberichte zu verfassen und an diese weiterzuleiten. Aus Gründen der Qualitätssicherung verfassen wir diese Berichte nach jeder Befundaufnahme, in der Regel am Ende der ersten Verordnung. Zwischenberichte werden nach Anforderung verfasst. Über die Inhalte der Berichte und Ziele der Behandlung sprechen wir im direkten Gespräch mit Ihnen und gegebenenfalls Ihren Angehörigen.
Beruf – Training beruflicher Fertigkeiten
dazu gehören:
- Steigerung der Belastbarkeit
- Verbesserung der Grundarbeitsfähigkeiten (Ausdauer, Konzentration, Gedächtnis,
Reaktion, Aufmerksamkeit usw.) und speziellen Fähigkeiten
- Erhalt und Wiedereingliederung der Erwerbsfähigkeit
- Erlernen neuer Kompetenzen
- Förderung physischer und psychischer Belastbarkeit
- Förderung von Handlungsplanung und Durchführung
- Verbesserung manueller Fähigkeiten
- Verbesserung der Selbständigkeit und Selbsteinschätzung
- Förderung von Umgang mit Werkzeug, Computer uvm.
> Arbeitstherapie
> Belastungserprobung
Berufsverband
Für Ergotherapeuten gibt es in Deutschland zwei Berufsverbände, den DVE und den BED.
Wir sind Mitglieder des BED e.V. (Bundesverband für Ergotherapeuten in Deutschland) und profitieren sehr von der Unterstützung und Zusammenarbeit.
Der BEDe.V. vertritt die Interessen einer niedergelassenen Praxis, wie unserer, sehr gut, auch im Sinne der Berufspolitik und kann als maßgeblicher Verband direkt an den Verhandlungen mit den Krankenkassen mitwirken.
Er ist kompetenter Ratgeber bei betriebswirtschaftlichen, juristischen, steuerlichen und therapeutisch fachlichen Fragen und Problemstellungen.
www.Bed-ev.de
Betätigung
Betätigungen sind Aktivitäten des täglichen Lebens, die individuell, bedeutungsvoll und zielgerichtet für die jeweilige Person sind. Diese können in die Bereiche Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit eingeteilt werden.
Betätigungsprofil
Erfassung aktueller Betätigungen eines Tages, die der Klient bzw. dessen Angehörige ausfüllen. Es dient der Reflexion über Zufriedenheit und Veränderungswünsche zu einzelnen Betätigungen und stellt die Grundlage für die Zielfindung und Therapie dar.
> Diagnostik
Bobath-Konzept
Bewährtes, weitverbreitetes bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept , von Berta Physiotherapeutin) und Karel Bobath (Neurologe und Kinderarzt) ab 1943 entwickelt, für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen. Es findet bei Menschen jeden Alters Anwendung mit angeborener, frühkindlich erworbener zerebraler Bewegungsstörung, bei Entwicklungsverzögerungen, sensomotorischen Störungen und neurologischen sowie neuromuskulärer Erkrankungen.
Das Konzept orientiert sich an den Ressourcen und Zielsetzungen des Patienten und basiert auf neurophysiologischen und entwicklungsneurologischen Grundlagen.
Es wird sowohl in der Ergotherapie, als auch in der Physiotherapie und Logopädie, sowie von Pflegepersonal angewendet.
BOT-2 (Bruininks-Oseretsky Test der motorischen Fähigkeiten)
dient der Erfassung der motorischen Fähigkeiten von Kindern im Alter von 4;0 bis 14;11 Jahren.
Der BOT-2 stellt ein wissenschaftlich etabliertes und sehr detailliertes Entwicklungsprofil für Kinder und Jugendliche mit motorischen Auffälligkeiten im Rahmen der pädiatrischen Ergotherapie dar.
Das Testverfahren zeichnet sich durch alltagsrelevante motorische Aufgaben aus, welche in vier Bereiche der Motorik (feinmotorische Steuerung, Handkoordination, Körperkoordination, Kraft und Gewandtheit) sowie einem Gesamtwert zusammengefasst werden.
> Diagnostik
BVN/NPS 5-11(deutschsprachige Version der »Batteria di valutazione neuropsicologica per l’età evolut
Der BVN/NPS ist ein Testverfahren zur Überprüfung bzw. zur Beurteilung kognitiver und (vor)schulischer Fähigkeiten von Kindern zwischen 5-11 Jahren. Der Test besteht aus mehreren Untertests, welche folgende kognitive Funktionsbereiche erfassen:
• Sprache
• visuelle Wahrnehmung
• Aufmerksamkeit
• Merkfähigkeit
• Praxie
• Exekutivfunktionen
• Schriftsprache (inklusive schulische Vorläuferfertigkeiten)
• Rechenleistung (inklusive schulischer Vorläuferfertigkeiten)
Die Testserie ermöglicht nicht nur das Erfassen von Defiziten und Schwächen, sondern auch das Erfassen der kognitiven Stärken. Die Anwendung ist sehr flexibel, so können je nach Zuweisungsgrund einzelne Untertests durchgeführt werden. Der BVN/NPS ist ein Screening das einem breiten Leistungsspektrum und einem großen Altersbereich gerecht wird.
> Diagnostik
