Infothek
S
Schlaganfall
Ein Schlaganfall kann durch eine Minderdurchblutung oder durch eine Einblutung im Gehirn entstehen. Die Folgen können einseitige Lähmungen und Taubheitsgefühle sein. Außerdem Sprachverständnis- und Sprechstörungen, Sehstörungen, Schluckstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Bewusstsein- und Wahrnehmungsstörungen. Es können Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen und Depressionen entstehen.
Gemeinsam mit Physiotherapeuten und Logopäden arbeiten wir als Ergotherapeuten an der Rehabilitation nach einem Schlaganfall mit. Dabei ist unser Ziel die Selbständigkeit und Teilhabe des Patienten in seiner jeweiligen Lebenssituation zu verbessern und zu erhalten. Wir nutzen dazu verschiedene Behandlungsmethoden, die wir individuell abstimmen.
> Angehörigengespräche
> Beratung
> Hilfsmittelberatung und -erprobung
> Hirnleistungstraining/Neuropsychologisch orientierte Behandlungen
> Mentastim-Therapie
> Motorisch-funktionelle Behandlung
> Neurologie
> Perfetti
> Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
> Spiegeltherapie
> Stengel-Training
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Es gibt viele unterschiedliche Schwindelformen und
unzählige Ursachen für Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen.
Für die Abklärung sind Fachärzte wie Neurologen oder HNO-Ärzte zuständig. Die Betroffenen haben oft starke Einschränkungen in ihren Betätigungen im Alltag und im Berufsleben.
Kommt es deshalb zu einem Vermeidungsverhalten an Bewegung kommt es zu ein weiteren Destabilisierung des Gleichgewichtssystems und die Einschränkungen verstärken sich. Häufig steigt damit auch die Sturzgefährdung.
Zum Gleichgewichtssystem gehören
- das visuelle System
- das propriozeptive System (Körpersinn)
- und das vestibuläre System.
An diesen drei Punkten setzt ein Schwindel- oder Gleichgewichtstraining an. Es geht um das Wiedererlangen verlorengegangener Funktionen und um Kompensationsstrategien innerhalb des Nervensystems. In der Behandlung geht es um die Stabilisierung der o.g. Systeme, um die Ausführung von konkreten Betätigungen im Alltag und ggfls. um die Veränderung der Umgebung des Betroffenen, den Einsatz von Hilfsmitteln und Angehörigenberatung.
Screening
Ein Screening soll zwischen Gesunden und wahrscheinlich Kranken unterscheiden. Es werden gezielt bestimmt Merkmale untersucht. Es erfordert im Bedarfsfall immer eine individuelle Nachuntersuchung.
> Diagnostik
Senioren
Ergotherapie berücksichtigt die besondere Lebenssituation von Senioren und älterer Menschen. Besonders hier spielt die Lebensqualität, Selbständigkeit und Freizeitgestaltung eine wichtige Rolle.
Kommen zum Alterungsprozess noch Erkrankungen hinzu, finden Sie in der Ergotherapie einen kompetenten Ansprechpartner.
Beratung und Therapie sind möglich um
- Bewegung fördern oder zu erhalten
- Gedächtnis und Hirnleistung zu trainieren
- Selbständigkeit im Alltag zu erhalten oder zu erwerben
- das Umfeld anzupassen oder die geeigneten Hilfsmittel zu finden.
Dabei ist individuelle Situation und der Erhalt der größtmöglichen Selbständigkeit eines Menschen in seinem Umfeld von zentraler Bedeutung.
Prävention und Gesundheitsförderung:
Besondere Angebot wie Gedächtnistraining, Beratungsangebote u.a. sollen helfen ihre Gesundheit so lange als möglich zu erhalten.
Fragen Sie nach meinen Angeboten und Kursen.
Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
Eine sensomotorisch-perzeptive Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der sensomotorischen und perzeptiven Funktionen mit den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.
Sie umfasst insbesondere Maßnahmen zum/zur
- Desensibilisierung und Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen
- Koordination, Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen
- Verbesserung der Körperwahrnehmung
- Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Bahnung
normaler Bewegungen
- Stabilisierung sensomotorischer und perzeptiver Funktionen mit Verbesserung der
Gleichgewichtsfunktion
- Kompensation eingeschränkter praktischer Möglichkeiten durch Verbesserung der
kognitiven Funktionen, Erlernen von Ersatzfunktionen
- Entwicklung und Verbesserung im situationsgerechten Verhalten und der
zwischenmenschlichen Beziehungen
- Erlangen der Grundarbeitsfähigkeiten
- Verbesserung der Mund- und Essmotorik
- Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung
technischer Hilfen.
Die Behandlung kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung verordnet werden.
(Quelle: Heilmittelkatalog)
Smarte Ziele
In der Ergotherapie formulieren wir i.d.R. gemeinsam mit dem Klient betätigungsorientierte, smarte Ziele. Die Ziele sollten spezifisch, messbar, angemessen/attraktiv, realistisch und terminiert formuliert sein. So sind die Ziele überprüfbar, zu jeder Zeit anpassbar und für alle Beteiligten transparent.
Soziale Kompetenz
Fähigkeit die den zwischenmenschlichen Umgang in Beruf und Alltag fördert.
Es geht um Kommunikation und Interaktion, um Realitätskontrolle zu übernehmen und effektiv zu handeln.
Dazu gehören:
- Empathie
- Konfliktkompetenz
- intra- und interkulturelle Kompetenz
- Teamfähigkeit
- Menschenkenntnis
- nonverbale Sensibilität
- Motivierungsvermögen
Auch diese können Inhalte der Behandlung im Bereich der Ergotherapie sein.
Soziales-Kompetenztraining gibt es speziell auch für Kinder und Jugendliche.
Spiegeltherapie
Anwendung bei:
- Halbseitenlähmungen
- Amputationen
- CRPS (Morbus Sudeck)
- Schmerzsyndromen
- nach chirurgischen Eingriffen
Vorgehen:
Ein Spiegel wird in der Körpermitte platziert, das betroffene Körperteil (Bein oder Arm) wird hinter dem Spiegel gelagert. Das nicht betroffene Körperteil wird im Spiegel in Ruhe und bei Bewegungen oder bei Stimulation beobachtet . Dabei entsteht über das Spiegelbild die Illusion, das verdeckte Körperteil in den gleichen Bewegungen und mit den selben Stimulationsreizen wahrzunehmen. Diese Illusion aktiviert bestimmte Hirnareale die positiven Einfluss auf die Rehabilitation nehmen.
Ziele:
- Unterstützung der Bewegungsanbahnung
- Reduktion von Schmerzen und Phantomschmerzen
- Behandlung von Missempfindungen
> nach Anleitung ist ein Training zu Hause möglich
Weitere Informationen und aktuelle Studien können Sie bei uns oder über www.spiegeltherapie.de erhalten.
Stengel-Training
Das kognitive Training nach Dr.med. Stengel ist ein gesundheitsorientiertes, sozial-kommunikatives Training, dass folgende Bereiche trainiert:
Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Konzentration, Sprache, Denken, Wahrnehmung und der Informationsverarbeitung.
Dieses Training kann mit Erwachsenen, Senioren und Kindern durchgeführt werden und ist ein evaluiertes Verfahren. Es wird in Einzeltherapie im Rahmen der Ergotherapie (Hirnleistungstraining) und in der Gruppentherapie angeboten oder als Selbstzahler-gruppen.
Die Werke von Dr. med. Franziska Stengel wurden an der Universität Heidelberg 1994 wissenschaftlich evaluiert (Michelfelder, 1994). Die Fortführung der Methode erfolgt in der Akademie für kognitives Training unter der Leitung von Frau Dr. Ladner-Merz in Stuttgart.
