Infothek
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Pädiatrie
Ergotherapie für Kinder und Jugendliche ist sinnvoll bei:
- verzögerter Entwicklung
- Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
- Einschränkungen in Handlungskompetenz und Selbständigkeit
- Behinderungen
- Lernschwierigkeiten und -störungen
- Aufmerksamkeitsstörungen
- Verhaltensauffälligkeiten
Ziele der Therapie:
größtmögliche Handlungskompetenz und Selbständigkeit durch
- Verbesserung der Motorik und der Wahrnehmungsverarbeitung
- Entwicklungsförderung und Verbesserung kognitiver Fähigkeiten
- Verbesserung von Konzentration und Ausdauer
- Vermitteln sozio-emotionaler Kompetenzen
- Kompensation von Defiziten
- Integration in Familie und Umwelt
Wichtig ist die Beratung, die Gestaltung des Umfeldes und der Austausch mit Eltern und anderen Personen, die das Kind betreuen.
Behandelt wird nach verschiedenen Konzepten und Therapieprogrammen.
Eine ausführliche Befunderhebung, Elterngespräche, Berichte an den Arzt und eine ständige Überprüfung der Therapieziele und –erfolge sind selbstverständlich und machen den Behandlungsverlauf transparent.
Die Persönlichkeit eines Kindes in seiner individuellen Situation zu sehen, liegt uns am Herzen.
Perfetti
Kognitiv-therapeutische Übungen nach Prof. Carlo Perfetti
Dieses Konzept wurde zur Rehabilitation von neurologischen und orthopädischen Erkrankungen entwickelt.
Die Grundlage ist die Annahme, dass der Mensch als komplexes System betrachtet wird. Das bedeutet, dass menschliche Fähigkeiten wie Bewegung, Wahrnehmung und kognitive Leistungen nicht isoliert voneinander betrachtet werden dürfen. Diese funktionelle Einheit kann nur im gegenseitigen Austausch Erkenntnisprozesse hervorbringen.
Für die Therapie bedeutet dies, dass neben den sensomotorischen Leistungen auch kognitive Prozesse wie Aufmerksamkeit, Raumwahrnehmung, Gedächtnis sowie die Motivation der Patienten eine wichtige Rolle spielen.
Ziel: Wiedererlernen von Bewegungen die anpassungsfähig und veränderbar sind.
Dies wird über die Verarbeitung sensibler Reize erlernt, denn durch diese erhält das Gehirn wesentliche Informationen von Körper und Umwelt.
Die Übungen werden mit Hilfe von Aufgaben mit geführten, assistiven und aktiven Bewegungen ausgeführt.
Klar strukturierte Übungen sollen das Entstehen von pathologischen Elementen ("Spastik", Fehlhaltungen, unphysiologische Bewegungen) vermeiden, Strategien zu deren Kontrolle einüben und Bewegungspotential ausbauen.
Prävention
vorbeugende Maßnahmen die geeignet sind, den Eintritt einer Erkrankung zu verhindern oder zu verzögern oder die Krankheitsfolgen abzuschwächen.
Man unterscheidet zwischen:
Primärprävention (Maßnahmen des Risikoschutzes bei Gesunden)
Sekundärprävention (Vorsorgemaßnahmen um Krankheiten frühzeitig diagnostizieren und Patienten behandeln zu können)
Tertiärprävention (Maßnahmen um nach Krankheiten Rückfälle und Folgeschäden zu verhindern oder abzumildern).
In diesen Bereichen sind wir Ergotherapeuten tätig. Dies kommt einerseits in den Behandlungen zum Tragen, aber auch durch Kursangebote der Primärprävention nach §20 SGB V wie z.B. dem Entspannungstraining nach Jacobsen.
Es gibt auch die Möglichkeit Kurse für Selbstzahler, Institutionen oder Unternehmen anzubieten.
Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
Kursangebot Prävention nach §20 Abs. 4 Nr.1 SGB V
Der Kurs wendet sich an alle, die lernen wollen, sich körperlich und geistig zu entspannen. Die Muskelentspannung nach Jacobsen wird schrittweise eingeübt. Anspannen und Locker lassen verschiedener Muskelgruppen führen zu einem Wechsel durch den man Entspannung intensiv wahrnehmen kann
Die 10 Kurstermine wollen Sie in die Methode einführen und Ihnen helfen die Durchführung zu erlernen. Danach besteht die Möglichkeit an regelmäßigen Terminen zur Entspannung in der Kleingruppe teilzunehmen oder die Methode zu Hause weiterzuführen.
Der Kurs beinhaltet insgesamt:
• 10 Kurseinheiten á 60 min.
• Kursgebühr: 110,- Euro
• max. 6-7 Teilnehmer
Ihre gesetzliche Krankenkasse bezuschusst den Kurs mit 75%.
Psychisch-funktionelle Behandlung
Eine psychisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der psychosozialen und sozioemotionalen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen.
Sie umfasst insbesondere Maßnahmen zum/zur
- Verbesserung und Stabilisierung der psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb,
Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit in der
Tagesstrukturierung
- Verbesserung eingeschränkter körperlicher Funktionen wie Grob- und Feinmotorik,
Koordination und Körperwahrnehmung
- Verbesserung der Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
- Verbesserung der Realitätsbezogenheit, der Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens, auch der sozioemotionalen
Kompetenz und Interaktionsfähigkeit
- Verbesserung der kognitiven Funktionen
- Verbesserung der psychischen Stabilisierung und des Selbstvertrauens
- Verbesserung der eigenständigen Lebensführung und der Grundarbeitsfähigkeiten.
Die psychisch-funktionelle Behandlung kann als Einzel- oder Gruppenbehandlung verordnet werden.
(Quelle: Heilmittelkatalog)
